Mein Strohballengarten - Tagebuch Teil 6

Mein Strohballengarten - Tagebuch         10. Tag

Tag 10

Jetzt ist es bald geschafft und die Pflänzchen dürfen in die Ballen eingesetzt werden.

Am heutigen Tag wird das letzte mal Dünger in die Ballen eingespült. Pro Ballen werden 200 g herkömmlicher Dünger aufgebracht. Zusätzlich mische ich 500 g Knochenmehl und 500 g Holzasche zusammen und gebe dieses auch noch verteilt auf die neun Ballen und wässere diese Mischung wieder in die Ballen hinein.

Das Knochenmehl und die Holzasche haben einen hohen Phosphor und Kaliumwert. Diese Düngebeigaben werden benötigt um den jungen Pflanzen einen guten Start zu ermöglichen, die gleich über die Wurzeln aufgenommen werden.

 

Phosphor wird für den Aufbau von Eiweiß, DNS, ATP, Blüten- und Fruchtbildung sowie zur Krümelbildungbenötigt.

Kalium wird für die Regulierung des Wasserhaushaltes, der Frostresistenz und zur Aktivität zahlreicher Enzyme benötigt, desweiteren zur Festigung des Pflanzengewebes, der Standfestigkeit, der Resistenz gegenüber bakteriellen Erregern und saugenden Insekten.

 


Durch das Wässern könnten sich wieder Wasserrutschen gebildet haben. Diese sollte man wieder mit Stroh oder Substrat (keine Gartenerde) auffüllen.

Ab heute ist es auch möglich, dass sich an den Ballen Pilze zeigen (muss aber nicht sein). Diese sind ein gutes Zeichen, da sie anzeigen das im Innern der Ballen sich alles wunschgemäß zersetzt. Diese Pilze sind nicht giftig aber ungenießbar. Sie können entfernt werden, verschwinden aber auch von selbst wieder nach einer geraumen Zeit. Sollte sich auf den Ballen auch noch Schimmel zeigen, so ist auch dies kein Grund zur Besorgnis. Auch dieser ist nicht schädlich und verschwindet wieder.

 

Am morgigen elften Tag, muss man nichts machen, auch nicht zusätzlich wässern.

 

Solltet ihr Interesse und noch mehr über die Strohballenanbauweise wissen wollen, so kann ich euch dieses Buch wärmstens ans Herz legen. Denn dieses Buch hat mich dazu inspiriert es auszuprobieren. Allerdings habe ich die Düngemengen etwas verändert, da ich meiner Intuition gefolgt bin.


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